Worte, die berühren. Erinnerungen, die lebendig bleiben. Ein Abend, der Mut und Mitgefühl feierte – im Gedenken an Sr. Angela Autsch, den „Engel von Auschwitz“.
Geboren 1900 im Sauerland, trat sie mit 33 Jahren in das „Klösterle“ in Mötz ein. Ihre offene Ablehnung des NS-Regimes führte 1940 zu ihrer Verhaftung – zunächst nach Ravensbrück, später nach Auschwitz. Dort wurde sie für viele zur Hoffnungsträgerin, zur „Heiligen in der Hölle des KZ“.
„Angela war wie ein Sonnenstrahl in der finsteren Hölle. Wenn sie mir morgens heimlich zuwinkte, freute ich mich den ganzen Tag.“
(Maria Rosenberger, Mitgefangene in Ravensbrück)
An diesem Abend hörten wir Worte von Sr. Angela selbst – aus ihren Briefen an ihre Mitschwestern – sowie Zeugnisse von mitgefangenen Frauen, die das KZ überlebt haben. Ihre Stimmen berichten von Glauben, Menschlichkeit und unerschütterlicher Hoffnung inmitten von Grauen.
„In dieses Irrenhaus kam Angela wie ein Lächeln der Morgenröte, wie ein Strahl des Sonnenlichtes.“
(Dr. Margita Schwalbová, Ärztin und Mithäftling in Auschwitz)
Im Anschluss an die Lesung mit musikalischer Untermalung berichteten Barbara Cia-Egger aus Mötz, die sich seit 20 Jahren mit Sr. Angela intensiv auseinandersetzt, und die Autorin Annemarie Regensburger, die ein Buch über Sr. Angela geschrieben hat, über ihre ganz persönlichen Zugänge und Gedanken zu dieser beeindruckenden Frau.